© George Lund
Pressemitteilung des PRO BAHN Landesverbandes Berlin-Brandenburg e.V.
16.06.2023

Stellungnahme zur geplanten Streckensperrung Berlin-Hamburg im 2. HJ. 2024

PRO BAHN Berlin-Brandenburg fordert pro-aktives Handeln der DB, um weitere Einschränkungen für die Fahrgäste auszuschließen:

  1. Ausstehende Infrastrukturverbesserungen mit erledigen um nicht gleich wieder zu sperren.
  2. Uelzen Umfahrung zeitnah 2-gleisig ausbauen.
  3. DB- Navigator und Ticketverkauf mindestens 6 Monate vor Baubeginn aktualisieren.

Uns Fahrgäste erfreut diese technisch notwendige der z.T. aufwändige Sanierung der festen Fahrbahn natürlich nicht. Wir erwarten, dass nun alles Notwendige umgesetzt wird, damit mind. 10 Jahre keine signifikanten Bauarbeiten notwendig werden. Dazu gehören auch die schon lange geplanten Infrastrukturverbesserungen, die einem störungsfreien Betrieb der Strecke Vorschub leisten.

  • Zusätzlicher Bahnsteig in Wittenberge, um das stündliche Funktionieren des Knotens Wittenberge und die stündliche Weiterführung der RE8 in Richtung Ludwigslust zu ermöglichen.
  • Mittiges Wendegleis für die vielen in Nauen endenden Züge.
  • Kürzere Ein- und Ausfahrtstrecken auf denjenigen Bahnhöfen, in denen die Züge der RE8 auf Nebengleise mit Bahnsteigen fahren müssen. Durch die aktuell sehr langen Strecken, die mit Tempo 60 zurückgelegt werden müssen, verlieren die Züge der RE8 unnötig Zeit.

Der Fernverkehr wird während der Bauphase – wie in der Vergangenheit – über Stendal/Uelzen umgeleitet. Hier kritisieren wir ausdrücklich, dass diese Strecke zwar zu den „Verkehrsprojekten deutsche Einheit“ gehört aber noch immer nicht vollständig 2-gleisig ausgebaut wurde. Dies verlangsamt den Umleitungsverkehr deutlich und weitere Störungen sind vorprogrammiert. Gleichermaßen würde der Nahverkehr entlastet, was vor allem für die Hamburger Fahrgäste den Busersatz reduziert hätte.

Für alle Fahrgäste ist für alle Ersatz- und Umleitungsverkehre eine rechtzeitige und korrekte Information das Wichtigste. Rechtzeitig – d.h. heißt mind. 6 Monate vorher – muss die neue Fahrzeit in online verfügbar sein. Reiseplanung und Ticketkauf müssen darauf abgestimmt werden können.

Bei der ersten Komplettsperrung mit Umleitung der ICE-Züge gab es für die Reisenden – auf Vorschlag von PRO BAHN – einen kleinen Snack als „Trostpflaster“. Diese Idee kann gerne wieder aufgenommen werden.

Diese Seite teilen:
Diese Seite teilen: