© George Lund
Aktuelle Meldung des PRO BAHN Bundesverbands
15.09.2023

Wohin fährt Bayern mit Wasserstoff?

Bereits 2017 kam eine Studie im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft zu einem eher negativen Ergebnis für Wasserstoffantrieb auf der Schiene im Vergleich zu batterieelektrisch oder Versorgung per Oberleitung. Dies wurde 2020 in einer weiteren BEG-Studie bestätigt, und Baden-Württemberg kam 2022 zur Erkenntnis, dass Wasserstofffahrzeuge nicht überzeugen konnten. Politisch motivierte Vorgaben haben erzwungen, dass Bayern ein Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb auf der Schiene testet. Der Fahrgastverband PRO BAHN stuft die heutige Sonderfahrt des bayrischen Wirtschaftsministeriums mit einem Wasserstoffzug als sehr teuren und unnützen Fototermin ein. PRO BAHN fordert die Landespolitik auf, endlich für die Elektrifizierung des Bahnnetzes im Allgäu zu sorgen: „Bayern muss endlich auch Tempo bei der Elektrifizierung aufnehmen.“ Die Firma Siemens freut sich, dass sie zumindest in Bayern noch Unterstützung für den Wasserstoffbetrieb gefunden hat, und das Wirtschaftsministerium stellt als Vorteil von Wasserstoff heraus, dass er außer für Züge auch für Autos und Heizungen benutzt werden kann.

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