© George Lund
Pressemitteilung des PRO BAHN Landesverbandes Berlin-Brandenburg e.V.
13.11.2023

Umfangreiche Streckensperrung auf S-Bahn und Regionalverkehr Richtung Königs-Wusterhausen und Cottbus/Lausitz

Wegen Bauarbeiten kommt es auf den Regionalexpresslinien von Berlin nach Cottbus bzw. Senftenberg und auf der Berliner S-Bahn-Linie S46 bis auf Weiteres zu erheblichen Einschränkungen. Der Fahrgastverband PRO BAHN gibt Tipps für Umfahrungen.

Wegen einer Brückenbaustelle in Königs-Wusterhausen bleibt die S-Bahn-Linie S46 bis einschließlich 16. November zwischen Wildau und Königs-Wusterhausen gesperrt und wird durch Busse ersetzt.

Noch härter trifft es Fahrgäste, die mit dem Regionalexpress in die Lausitz (RE2 nach Cottbus, RE7 nach Senftenberg) unterwegs sind oder gar jeden Tag beruflich von dort nach Berlin pendeln. Hier gibt es bis 28. November erhebliche Einschränkungen, auch wenn der Grund positiv ist: Neue Brücken und Tunnel sollen bisherige Bahnübergänge ablösen, wodurch der Bahnverkehr in Zukunft sicherer und weniger anfällig für Störungen wird.

Für die Zeit der Streckensperrungen von Berlin nach Cottbus bzw. Senftenberg sind Busersatzverkehre eingerichtet. „Wir bitten alle, sich rechtzeitig zu informieren und unbedingt genügend Zeit einzuplanen“, rät Thomas Schirmer, Pressesprecher vom Fahrgastverband PRO BAHN Berlin-Brandenburg e.V. Nicht immer funktioniert bei Schienenersatzverkehren mit dem Bus alles reibungsfrei und bleiben böse Überraschungen manchmal auch nicht aus.

Als Busersatzverkehre sind eingerichtet:

– Expressbusse, die zwischen Cottbus (RE2X) bzw. Senftenberg (RE7X) und dem Flughafen BER mit wenigen Zwischenhalten (u.a. Lübben) stündlich verkehren. Ab Flughafen BER besteht Anschluss zur RB24 oder zum FEX-Zug Richtung Berlin Zentrum.
– Ersatzbusse, die zwischen Cottbus (RE2) bzw. Senftenberg (RE7B) und Lübben mit allen Zwischenhalten verkehren.
– Ersatzbusse, die zwischen Lübben und Königs-Wusterhausen (RE7A) mit allen Zwischenhalten verkehren.

Ab dem 24. November wird zumindest wieder ein teilweiser Abschnitt der Strecke zwischen Berlin und Lübben in Betrieb genommen.

Für Fahrgäste, die statt mit dem Bus lieber wie gewohnt auf der Schiene unterwegs sind, besteht die Alternative, zwischen Berlin und Cottbus den Umweg über Frankfurt/Oder mit den Regionalexpresslinien RE1 und RE10/RB43 (Umstieg in Frankfurt/Oder) zu wählen.

Für Berufspendelnde von Cottbus nach Berlin sind außerdem vormittags zwei zusätzliche RE2-Züge mit einer Umleitungsroute über Calau, Finsterwalde und Luckau-Uckro nach Berlin-Südkreuz eingerichtet. Nachmittags gibt es zwei Züge in Gegenrichtung.

Fahrgäste sollten sich in jedem Fall über die digitalen Auskunftsmedien informieren, ob bei der ihrer Fahrt alles wie geplant funktioniert.

Zu empfehlen ist die DB Navigator App, https://reiseauskunft.bahn.de bzw. https://www.vbb.de/fahrinfo.

Unbedingt zu überprüfen ist auch die Sicherung der Anschlüsse. Hier ergeben sich durch die Busersatzverkehre mit längeren Reisezeiten oft Änderungen, und das Ganze ist nicht so komfortabel wie auf der Schiene. Leider gibt es aktuell z.B. keinen direkten Anschluss ohne Wartezeiten beim Wunsch zu einer Weiterfahrt von Calau Richtung Finsterwalde.

Immer noch keine Lösung für Regionalexpress-Intercitys, die nicht mit dem Deutschlandticket benutzt werden dürfen

Während der Bauarbeiten könnte man von Berlin erheblich kürzer zu Zielbahnhöfen in Senftenberg oder Calau kommen, wenn man den Intercity zwischen Berlin und Doberlug-Kirchhain bzw. Elsterwerda benutzen könnte. Für gewöhnlich haben Berufspendelnde aus diesen Orten nach Berlin das Deutschlandticket. Leider gibt es für Intercityzüge, die auf besagtem Streckenabschnitt zugleich als Regionalexpress (RE17) verkehren, noch immer keine Lösung, das Deutschlandticket als Fahrkarte anzuerkennen. Der Fahrgastverband PRO BAHN hält das aufgrund der erheblichen Einschränkungen und der eigentlich flächendeckenden Gültigkeit des Deutschlandtickets für den Fahrgästen nicht vermittelbar.

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