Spendenaktion: Bahnsteig für Groß-Behnitz!
Mit Update vom 16.09.2026

PRO BAHN Berlin Brandenburg fordert Bahnsteig für Groß Behnitz im Zuge der Generalsanierung
Nur ein Bahnsteig fehlt: Der Ort Groß Behnitz zwischen Wustermark und Rathenow ist seit 1998 vom Regionalverkehr abgehängt – obwohl der Bahnhof seit 1871 existiert. Mit der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin bietet sich jetzt die historische Chance, diesen Missstand zu beheben. PRO BAHN unterstützt die Bürgerinitiative „Nächster Halt Groß Behnitz" und fordert den Bau eines Bahnsteigs.
153 Jahre Bahnhof – 27 Jahre ohne Halt
Der Bahnhof Groß Behnitz hat eine bemerkenswerte Geschichte. In den 1870er Jahren wurde er an der Strecke Hannover–Berlin errichtet – nicht zuletzt dank einer Spende der Industriellenfamilie Borsig, die 15,5 Hektar Land und 10.000 Taler beisteuerte, damit die Trasse über ihren Gutshof führte. Das klassizistische Empfangsgebäude mit Güterschuppen, Wasserturm und Stellwerk steht noch heute.
Doch seit dem 27. September 1998 halten hier keine Züge mehr. Mit der Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Berlin–Wolfsburg–Hannover wurde der Regionalverkehr auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke verlegt. Orte wie Buschow und Nennhausen erhielten ihren Bahnanschluss zurück – Groß Behnitz ging leer aus.
Die Generalsanierung als Chance
Vom 1. August 2025 bis voraussichtlich Frühjahr 2026 wird die Strecke Hamburg–Berlin umfassend generalsaniert. Dabei werden nicht nur 165 Kilometer Gleise erneuert und 249 Weichen eingebaut, sondern auch 28 Bahnhöfe modernisiert – mit neuen Bahnsteigen, Aufzügen und Wegeleitsystemen.
Was viele nicht wissen: Im Zuge der Generalsanierung wird auch die sogenannte Stammbahn (das dritte Gleis) zwischen Berlin und Rathenow elektrifiziert und für den Regional- und Güterverkehr ertüchtigt. Die Infrastruktur für einen Halt in Groß Behnitz wird also ohnehin angefasst. Ein zusätzlicher Bahnsteig wäre ein überschaubarer Mehraufwand – mit großem Nutzen.
Warum Groß Behnitz wichtig ist
PRO BAHN Berlin/Brandenburg sieht drei zentrale Argumente für die Wiederbedienung:
Einzugsbereich: Es geht nicht nur um den kleinen Ort Groß Behnitz, mit seinem Tagungshotel (Landgut Stober). Es geht um einen großen Einzugsbereich, der durch die Havel (keine Brücke zwischen Werder und Brandenburg an der Havel) im Verkehrs-Abseits liegt, für den Groß Behnitz der nächstgelegene Bahnhof ist.
Entlastung für Nauen: Der Bahnhof Nauen ist heute der einzige Einstiegspunkt für die Gemeinden westlich von Berlin. Ein zusätzlicher Halt in Groß Behnitz würde den Druck auf Nauen und die Stadtdurchfahrt spürbar reduzieren – gerade zu Pendlerzeiten.
Direkte Verbindung nach Rathenow: Aktuell müssen Fahrgäste aus Groß Behnitz und Umgebung über Nauen fahren, um nach Rathenow zu gelangen. Mit einem Bahnsteig wäre der Weg wieder direkt möglich – kürzer, schneller, attraktiver.
Siedlungsentwicklung im Havelland: Das westliche Havelland wächst. Neue Wohngebiete entstehen, die Pendlerzahlen steigen. Ein reaktivierter Halt würde die Region besser an Berlin anbinden und den Umstieg vom Auto auf die Bahn erleichtern.
Unsere Forderungen
PRO BAHN Berlin/Brandenburg fordert:
Den Bau eines Bahnsteigs in Groß Behnitz im Zuge der laufenden Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin
Die Aufnahme des Haltepunkts in die Planungen der DB InfraGO und des Landes Brandenburg
Die Prüfung eines Regionalhalts durch den VBB im Rahmen der Nahverkehrsplanung
Die Bürgerinitiative „Nächster Halt Groß Behnitz" hat bereits über 1.000 Unterschriften gesammelt. PRO BAHN unterstützt dieses Engagement und ruft die Verantwortlichen auf, die historische Chance der Generalsanierung zu nutzen.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Wenn die Bagger einmal weg sind, wird es Jahrzehnte dauern, bis sich eine vergleichbare Gelegenheit bietet.
Spendenaufruf: Jetzt mithelfen, damit Groß Behnitz eine Chance bekommt

Die Chance auf einen Bahn-Halt in Groß Behnitz ist da – doch ohne eine Machbarkeitsstudie geht es nicht weiter, und genau deren Finanzierung ist gerade weggebrochen. Damit die historische Gelegenheit der Generalsanierung nicht ungenutzt verstreicht, ruft PRO BAHN Berlin-Brandenburg jetzt zu einer Spendenaktion auf.
Warum jetzt eine Machbarkeitsstudie nötig ist
Bevor das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn AG die Wiedereinrichtung eines Bahn-Halts in Groß Behnitz in Aussicht stellen können, muss eine Machbarkeitsstudie die Sinnhaftigkeit und den Bedarf des Projekts nachweisen. Erst wenn sie vorliegt, kann DB InfraGO die Planungen für einen Bahnsteig aufnehmen – rechtzeitig zum für Anfang der 2030er Jahre geplanten Ausbau der Stammbahn zwischen Wustermark und Rathenow, an dem auch Groß Behnitz liegt.
Die öffentliche Finanzierung ist weggebrochen
Genau hier liegt jetzt das Problem: Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Potsdam hat seine Mitfinanzierungszusage für die Machbarkeitsstudie zurückgezogen. Die Stadt Nauen kann den notwendigen Betrag von über 20.000 Euro nicht allein aufbringen.
PRO BAHN startet eine Spendenaktion
Deshalb hat der Vorstand von PRO BAHN Berlin-Brandenburg e.V. beschlossen, für die Erstellung der Machbarkeitsstudie eine Spendenaktion zu starten und die eingehenden Spenden mit eigenen Mitteln zu ergänzen. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann Spendenbescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt ausstellen. PRO BAHN wird zudem als Mit-Finanzierer die korrekte Erstellung der Machbarkeitsstudie aktiv begleiten.
„Für Brandenburger Fahrgäste ist es ein Novum, dass sie sich über eigene Aktionen an den Vorbereitungen für die Planung eines Regionalbahnhofs beteiligen sollen, aber es erscheint in diesem Fall notwendig. Es gilt keine Zeit zu verlieren, wenn die Bahnsteige in Groß Behnitz Eingang in die Bahn-Planungen finden sollen.“
Martin Pogatzki, Vorsitzender PRO BAHN Landesverband Berlin-Brandenburg
„Die Stadt Nauen braucht den zweiten Bahn-Halt im Stadtgebiet, um die südlichen Orte der Stadt und die Nachbarorte bis hin zur Havel, die zwischen Werder und Brandenburg keine Brücke aufweist, besser an den ÖPNV anzuschließen. Nicht zuletzt geht es darum, die Transformation vom Individual-Verkehr hin zur Schiene attraktiv zu machen. Ich freue mich über das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, das PRO BAHN hier bündelt, um diese Zielsetzung für die gesamte Region zu unterstützen“
Dr. Wiebersinsky, Bürgermeister der Stadt Nauen
Was passiert, wenn nicht genug zusammenkommt?
Sollten bei der Spendenaktion keine ausreichenden Mittel zufließen, werden die gespendeten Mittel einschließlich der Eigenmittel von PRO BAHN für andere Projekte zur Förderung des Schienenverkehrs in Brandenburg eingesetzt, vorrangig im Havelland. So wird auch verfahren, sollte eine Machbarkeitsstudie nicht durchführbar sein oder mehr Mittel zusammenkommen, als benötigt werden. Bei Verwendungszweck „nur für Groß Behnitz“ erfolgt eine Rückzahlung, falls nicht innerhalb eines Jahres eine Machbarkeitsstudie erstellt wird.
Jetzt spenden – jede Spende hilft
Jede Spende bringt Groß Behnitz einen Schritt näher an den Bahn-Halt und sichert die Chance auf einen künftigen Regionalbahnhalt.
Spendenkonto: PRO BAHN Berlin-Brandenburg e.V. bei Berliner Volksbank eG
IBAN: DE96 1009 0000 3135 0900 09
Verwendungszweck: „Spende Groß Behnitz“ (wer ausschließlich für dieses Projekt spenden möchte, ergänzt „nur für Groß Behnitz“)
Spendenbescheinigungen werden ab einem Betrag von 300 Euro ausgestellt, wenn PRO BAHN eine Anschrift mitgeteilt wird. Für kleinere Spenden gilt der Überweisungsbeleg als Nachweis für das Finanzamt.
Jetzt mithelfen, damit Groß Behnitz bei den Bahnplanungen berücksichtigt werden kann!
Weiterführende Informationen
Bürgerinitiative „Nächster Halt Groß Behnitz": www.naechster-halt-gross-behnitz.de
Informationen zur Generalsanierung Hamburg–Berlin: hamburg-berlin.deutschebahn.com
VBB-Informationen zur Generalsanierung: www.vbb.de



